7 Vinyl-Geheimnisse, mit denen Sie Geld verdienen können
Teilen

Schau mal, bei Vinyl geht es nicht nur darum, eine Schallplatte aufzulegen und dass sie gut klingt.
Es ist eine Welt voller Details, Kuriositäten und kleiner Geheimnisse, die – wenn man sie kennt – eine „gewöhnliche“ Schallplatte in etwas verwandeln können, für das ein Sammler einem gerne einen dicken Batzen Geld geben würde.
Ich werde sieben dieser Geheimnisse mit Ihnen teilen. Manche werden seltsam klingen, andere werden Sie dazu veranlassen, Ihre eigene Sammlung zu überprüfen.
Bevor wir anfangen, hier der Sammlertipp: Wenn Sie glauben, etwas Besonderes gefunden zu haben, überprüfen Sie die Veröffentlichungsdetails. Vergleichen Sie Katalognummern, Herkunftsland und Matrix-/Auslaufrillenangaben. Discogs ist die am weitesten verbreitete Datenbank dafür, und dort vergleichen Sammler Versionen vor dem Kauf. Wenn Sie verstehen möchten, was Sie in der Auslaufrille sehen und warum Initialen wie „RL“ wichtig sein können, helfen Ihnen diese Referenzen, Ihre Veröffentlichung zu bestätigen.
- Discogs (Veröffentlichungsdatenbank & Marktplatz)
- Auslaufrille (Totzone) erklärt
- Bob Ludwig (RL) Hintergrund
- Bandcamp (Vinyl direkt von Künstlern/Labels kaufen)
- Rough Trade (Vinylhändler)
1. Hot Stampers: die „aufgeladenen“ Platten

Nicht jede Schallplatte derselben Pressung klingt gleich.
Manche klingen aufgrund ihrer Bearbeitungsmethode lebendiger und druckvoller. Das sind die sogenannten Hot Stamper.
Sie erkennen diese Details an der Auslaufrille (dem stillen Bereich neben dem Label). Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie diese Details entstehen, finden Sie hier eine kurze Anleitung zur Herstellung von Schallplatten . Sollten Sie Initialen wie RL (Bob Ludwig) oder GP (George Piros) entdecken, könnten Sie ein echtes Sammlerstück in Händen halten.
Und ja – eine gut gestempelte Kopie eines regulären Albums kann besser klingen und mehr wert sein als eine super-seltene Ausgabe.
2. Versteckte Botschaften im Auslaufbereich

Haben Sie die ungeschnittene Stelle schon mal mit einer Lupe untersucht?
Manche Toningenieure und Bands schmuggelten dort geheime Botschaften ein: Sätze, Insiderwitze, sogar Unterschriften.
Die Smiths zum Beispiel hinterließen gerne ironische Notizen. Led Zeppelin hingegen verbreiteten gerne kryptische Botschaften.
Es wird den Klang der Schallplatte nicht verändern… aber es wird die Augen eines Sammlers zum Leuchten bringen, wenn er es entdeckt.
3. Verbotene (und teure) Farben

Es gibt farbige Vinylpressungen, die nie offiziell verkauft wurden.
Einige sind Testpressungen, andere waren Geschenke für Mitarbeiter des Plattenlabels.
Und das Beste daran? Wenn Sie ein Exemplar finden, kann dessen Wert zehnmal höher sein als der der regulären Ausgabe.
Behandeln Sie es wie ein wertvolles Sammlerstück: Halten Sie es aufrecht, vermeiden Sie Druck und setzen Sie es keiner Hitze oder direkter Sonneneinstrahlung aus. Selbst eine einfache Holzkonstruktion in einer Vinylbox kann Verformungen der Hülle, Nahtrisse und Beschädigungen an den Ecken verhindern, während Sie die Pressdetails überprüfen.
Wenn Sie eine saubere, sammlerfreundliche Lösung suchen, schauen Sie sich unsere Schallplattenaufbewahrungsbox an (einfacher Zugriff, aufrechte Aufbewahrung und sofort präsentationsfertig).
Die Moral von der Geschichte: Nicht alles, was glänzt, ist Gold… aber bei Vinyl ist es manchmal so.
4. Der Fetisch für japanische Pressungen

Wenn es etwas gibt, das Sammler schätzen, dann sind es japanische Pressungen. Sie klingen oft klarer, die Verpackung ist in der Regel exzellent, und wenn der Obi-Streifen noch vorhanden ist, kann der Wert rasant steigen. Dieselbe Schallplatte mit Obi kann deutlich mehr wert sein als dieselbe Ausgabe ohne.
Sammler japanischer Pressungen behandeln diese oft wie Ausstellungsstücke, nicht nur als Schallplatten. Ein Vintage-Schallplattenschrank schützt die Cover, reduziert die Lichteinwirkung und erleichtert das Stöbern, ohne dass Ecken verbogen werden – besonders wichtig ist dies, wenn man Details wie den Obi-Streifen erhalten möchte.
5. „Hot Start“-Schallplatten

Bei manchen Schallplatten hat man gar keine Zeit zum Durchatmen: Man setzt die Nadel auf und – zack! – die Musik beginnt ohne einleitende Stille.
Es ist selten, es ist skurril, und Sammler lieben es, weil es sich anfühlt, als besäße man eine „Trick“-Version.
Wenn Sie eines dieser Exemplare entdecken, merken Sie sich: Sie sind nicht häufig.
6. Gewicht ist nicht alles

Die Aussage „180 Gramm = besserer Klang“? Das ist reine Marketingstrategie.
Das Gewicht sagt Ihnen lediglich, dass die Schallplatte dicker ist, nicht, dass sie besser klingt.
Entscheidend sind das Master und die Pressqualität. Es gibt dünne Schallplatten aus den 70er-Jahren, die so manche moderne Luxuspressung in den Schatten stellen.
7. Fehler, die ein Vermögen wert sind

Fehlbedruckte Cover, vertauschte Etiketten, Schallplatten mit der gleichen Seite auf beiden Seiten… Mängel, die den Wert nicht mindern, sondern ihn sogar erhöhen. Das bekannteste Beispiel: „The Freewheelin' Bob Dylan“ mit vier falsch betitelten Liedern. Es wurde für Zehntausende von Dollar verkauft.
Falls Sie vermuten, eine Rarität entdeckt zu haben, stapeln Sie die Platte nicht flach und lassen Sie sie nicht ungeschützt liegen. Stecken Sie sie in eine Schutzhülle und bewahren Sie sie aufrecht in einer Schallplattenbox auf, bis Sie die Pressdetails bestätigt haben – der Zustand ist entscheidend, wenn Sammler Höchstpreise zahlen. Bevor Sie also eine „defekte“ Schallplatte wegwerfen … überlegen Sie es sich gut. Sie könnte Ihre Eintrittskarte zu einem komplett bezahlten Urlaub sein.
Nächste Schritte für Sammler

Wenn Sie tiefer in die Sammlernachfrage einsteigen möchten, beginnen Sie hier: Was sind die begehrtesten Schallplatten?
Wenn Sie darüber nachdenken, einen Teil Ihrer Sammlung zu verkaufen, finden Sie hier einen praktischen Leitfaden: 3 Orte, an denen Sie Schallplatten zu einem guten Preis verkaufen können.
Und wenn es Ihnen darum geht, den Wert Ihrer Schallplatten langfristig zu schützen, vergleichen Sie hier verschiedene Lösungen: Aufbewahrungsmöglichkeiten für Vinylplatten